Schwarzstorch – Zeichen eines intakten Waldes

Viel Ruhe, Mischwälder mit alten Bäumen, sauberen Bächen und Tümpeln oder Feuchtwiesen – das sind Bedingungen die der Schwarzstorch braucht. Sichtet man einen Schwarzstorch, kann man davon ausgehen, dass es noch kleine Waldgebiete gibt, die keine reinen Wirtschaftswälder und von Touristen überlaufen sind.

Im Gegensatz zu seinen Verwandten, den Weißstorch ist der Schwarzstorch sehr heimlich und äußerst scheu. Da sein benötigter Lebensraum immer mehr schwindet ist er vom Aussterben bedroht. In vielen Bundesländern war er bereits ausgestorben, erst durch intensive Schutzmaßnahmen siedelte er sich wieder an.

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Hoch oben in alten Bäumen baut er sein Horst – an Bächen und Tümpeln geht er auf Nahrungssuche

 

Ganz in der Nähe meines Wohnortes finden sich die Bedingungen, seit mindestens 17 Jahren brütet dort mindestens ein Pärchen. Ich konnte ihn schon sehr oft beobachten, allerdings nur aus großer Entfernung, wenn er über die Wälder kreiste.

Neulich hatte ich – wie fast immer – bei meiner Gassirunde die Kamera dabei. Ich schaute mich kurz in der Umgebung nach Rehwild um und zu meiner Freude erblickte ich ausgerechnet den Schwarzstorch, der sehr tief über mir vorbeiflog. Leider war ich auf die Situation, gegen den Himmel zu fotografieren, nicht vorbereitet und es blieb keine Zeit die Kamera einzustellen. Also schnell durch den Sucher geschaut und fix ein paar Bilder gemacht, so schnell wie er auftauchte war er auch wieder verschwunden.

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Herausgekommen sind leider nur Belegaufnahmen von dokumentarischen Wert. Doch für mich zählt nicht immer das perfekte Foto, sondern das Erlebnis und die Beobachtung steht im Vordergrund.

Nun noch ein kurzer Steckbrief:

  • Wissenschaftlicher Name: Ciconia nigra
  • Größe und Gewicht: Körpergröße 1m, Gewicht 3kg, Flügelspannweite 1,80 – 2m
  • Brut: 1 Jahresbrut in der Zeit von April bis Juli, im Durchschnitt 4 Eier die etwa 36 Tage bebrütet werden, Nestlingszeit 65 Tage
  • Lebensraum: Mischwälder mit Altholzbestand und Feuchtbiotopen, auch in Gebirgsketten
  • Nahrung: Fische, Frösche, Lurche, Kleinsäuger, Insekten/- Larven, Würmer und auch junge Wasserpflanzen
  • Zugvogel
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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. karstenbath sagt:

    Sehr interessant geschrieben. Weiter so, ich werde wieder reinschauen. VG aus Mecklenburg karsten | http://www.kbathfotografie.de

    Gefällt mir

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